Der Ort Steimel wird 1320 erstmals erwähnt im Zusammenhang mit der Martinskapelle, die hier auf der Basaltkuppe gestanden hat und zum Zielpunkt mittelalterlicher Wallfahrten wurde. In diesem Umfeld hat sich ein reges Marktleben entwickelt. Beides kam im 30jährigen Krieg zum Erliegen, die Martinskapelle wurde zerstört und nicht wieder aufgebaut. (Der heutige Glok- kenturm am Haus des Gastes erinnert noch daran). Anders der Ort und das Marktleben: Hier hatte der Fürst zu Wied ein hohes Interesse, den Markt wieder in Gang zu bringen. In seinem Auftrag wurde Steimel ab 1730 wiederbesiedelt; der Markt entwickelte sich prächtig zu einem der bedeutendsten Vieh- und Krammärkte zwischen Köln und Frankfurt.

Blick auf das Neubaugebiet “Sonnenhang”
in Weroth

Typischer Blick in den Straßenzug
“Am Fuchsbau”

Diese Historie ist noch heute am Ortsbild abzulesen: Auf der einen Seite der Lindenallee der große, baumbestandene Marktplatz, auf der anderen Seite wird sie gesäumt von der geschlos- senen Häuserzeile der früheren Beherbergungsbetriebe mit den dahinterliegenden Ökonomie- gebäuden.

Eine deutliche Vergrößerung erfuhr der Ort erst Anfang der 70er Jahre, als im Gefolge des damals regen Fremdenverkehrs immer mehr Leute die Vorzüge des Ortes erkannten und nach Steimel ziehen wollten. Das Neubaugebiet „Auf dem Hahn“ entstand in dieser Zeit.

Das Gemeindehaus “Haus des Gastes”
in Steimel

Der Park in Steimel mit altem
Baumbestand

Für einen Ort mit derzeit rund 550 Einwohnern (Ortsteil Steimel, insgesamt mit allen 4 Ortsteilen ca. 1.400 Einwohner) weist Steimel eine gute Infrastruktur auf. Vorhanden sind: Ein Kindergarten, ein Arzt für Allgemeinmedizin, ein Zahnarzt, eine Metzgerei mit Lebensmittel- grundversorgung, eine Pizzeria, zwei Gaststätten sowie ein Hotel-Restaurant und eine Pension. Der Strukturwandel, der alle Dörfer erfasst hat und zu einem Ausbluten der kleinen Geschäfte und Dorfläden führte, hat auch Steimel verändert. Erfreulicherweise halten nun neue Ge- schäftsideen Einzug in die alten Ladengeschäfte: Ein Blumenladen, eine Tanzschule sind bereichernde Neuzuwächse.

Auch empfindliche Waldbewohner fühlen
sich in Steimel wohl